Eheringe Palladium

Ähnlich gute Eigenschaften wie Eheringe aus Platin bieten die Eheringe Palladium, doch sind sie preiswerter. In seiner Optik unterscheidet sich das Palladium kaum vom Platin, es ist weiß, ähnlich wie Silber, oder leicht grau. Palladium gehört zur Gruppe der Platin-Metalle und ist ebenso wie Platin besonders hart und nahezu kratzfest. Während ein Ehering aus Gold oder Silber eher weich ist und im Laufe der Zeit Kratzer bekommt, so bekommen Eheringe Palladium noch nach sehr vielen Jahren kaum Kratzer.

Das Metall Palladium

Die Geschichte von Palladium ist deutlich kürzer als die des Goldes, denn erst im Jahre 1803 entdeckte William Hyde Wollaston dieses Metall in einem südamerikanischen Platinerz eher zufällig. Den Namen Palladium vergab er im Jahre 1804 in Anlehnung an den Asteroiden Pallas, der zwei Jahre zuvor entdeckt wurde. In Königswasser, einem Gemisch aus Salzsäure und Salpetersäure, löste Wollaston ein paar Proben des Erzes auf. Die Ausbeute an Platin war zu gering, doch entdeckte Wollaston dabei das Palladium. In der Natur kommt metallisches Palladium vor allem in Flusssedimenten vor, dabei handelt es sich um geologische Seifen, metallisches Palladium und palladiumhaltige Legierungen. Lagerstätten befinden sich im Ural, in Australien, in Äthiopien sowie in Nord- und Südamerika, doch sind sie alle nahezu ausgebeutet. Palladium wird heute häufig aus Nickel- und Kupfererzen gewonnen; mehr als 40 Prozent der Erze stammen aus Russland, während ungefähr 37 Prozent aus Südafrika kommen. Im Rahmen der Entsorgung von Altautos kann Palladium aus Abgaskatalysatoren recycelt werden, ebenso wird an der Gewinnung von Palladium aus abgebrannten Brennelementen im Rahmen der Edelmetallsynthese gearbeitet.

Palladium und die Eigenschaften

Palladium gehört als Edelmetall ebenso zur Nickel- wie zur Platingruppe, doch ist es reaktiver als Platin. Diese Eigenschaft ist allerdings bedeutungslos für die Fertigung von Eheringen aus Palladium. Als Edelmetall weist Palladium Eigenschaften von Silber ebenso wie von Platin auf. Palladium wird vorwiegend in der Industrie verwendet, beispielsweise bei der Herstellung von Abgaskatalysatoren. Noch nicht lange wird es für die Herstellung von Schmuckwaren verwendet. Reines Palladium wird für die Herstellung von Eheringen nicht verwendet, es kommt in Form von Legierungen zum Einsatz. Zumeist werden die Eheringe Palladium aus dem sehr harten und kratzfesten 950Pd gefertigt, dabei 950 Teile an Platin und 50 Teile an anderen Metallen verwendet. Ähnliche Eigenschaften wie Weißgold hat Palladium 500Pd für Eheringe Palladium, der Palladium-Anteil ist dabei geringer. Beide Legierungen sind sehr stabil und widerstandsfähig, sie können sogar von Allergikern getragen werden. Im Laufe der Zeit läuft Palladium nicht an, es behält seine Farbe.

Varianten für Eheringe Palladium

Ähnlich wie die Eheringe aus Platin werden die Eheringe Palladium vor allem in schlichten Formen angeboten, denn so kommt die edle Optik des Palladiums besonders gut zur Geltung. Sie bekommen die Eheringe Palladium in verschiedenen Breiten, in leicht abgerundeter oder in glatter Form. Die Oberfläche der Eheringe kann glänzend oder mattiert sein, verschiedene Modelle werden mit Einschleifungen angeboten. Einschleifungen sind in verschiedenen Varianten zu finden, die Eheringe wirken dezent und dennoch schön. Oft sind die Damenringe mit Brillanten besetzt, bei Modellen mit mehreren Brillanten können die Brillanten auf verschiedene Weise angeordnet werden. Neben Eheringen aus hellem Palladium, das ähnlich wie Silber oder Weißgold aussieht, werden Eheringe in dunklerer Optik, in verschiedenen Grautönen, angeboten.